... ich mein Kind taufen lassen möchte?
Bei der Taufe geht es darum, eine Freundschaft mit Gott zu knüpfen, der das Leben eines Menschen begleiten will und als Partner und Freund zur Seite stehen will. Diese Freundschaft kann unterschiedliche Intensitäten entwickeln, von reiner Zugehörigkeit, bis dahin, dass jemand sein ganzes Leben auf den unsichtbaren Gott ausrichtet.
Die Grundlage dafür bildet die Taufe. Sie ist das Ja des Menschen zu Gott. Doch wie kann jemand in Verbindung treten mit einem, den man weder sehen noch hören kann. Das ist eben der Glaube. Er beruht auf Erfahrungen, die von außen kommen (das Staunen über die Welt, das Wunder des Lebens, die Freude am Menschen) aber auch Erfahrungen, die von Innen kommen (die Frage nach dem Woher und Wozu es Lebens, des Leidens, Dankbarkeit, Sehnsucht nach mehr).
Das greifbare Zeichen dieser Bindung ist die Taufe. In der Tauffeier wird ein Mensch gefragt, ob er zu Gott Ja sagt und sein Leben aus dem Glauben heraus gestaltet. Dies setzt aber voraus, dass er gleichzeitig zusagt, das Böse zu meiden, das diesem Leben entgegensteht. Nach diesem Bekenntnis wird er dreimal mit Wasser übergossen, der Name des dreifaltigen Gottes wird über ihn ausgesprochen und der Getaufte geht den Weg des Glaubens, der eine enge Verbindung mit Jesus Christus und seiner Gemeinde, der Kirche beinhaltet. Bei einem Kind werden die Eltern gefragt, ob sie dafür sorgen, dass der Täufling Gott und den Glauben kennenlernen. Die Taufe ist das Eingangstor zu allen weiteren Sakramenten. Diese dienen dazu die Bindung zu Gott und zu seiner Kirche zu stärken (in der Firmung), zu heilen und zu erneuern (in der Beichte), in Krisenzeiten wie Krankheit und Tod zu verdichten (in der Krankensalbung), sie mit einem Menschen zu teilen und fruchtbar zu machen (in der Ehe) in dieser Bindung zu leben und aus ihr Gott und der Kirche zu dienen (in der Weihe) sie zu nähren und immer wieder zur Gemeinschaft um Jesus Christus zu führen (Eucharistie).
Natürlich ist die Taufe ein Prozess der ein Leben lang andauert und begleitet werden muss.
Steht aber bei Ihnen oder ihrem Kind die Taufe an, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro zur Anmeldung oder einem Vorgespräch. Dort erfahren Sie, was Sie für die Taufe brauchen (sh. auch unten)
Bei Erwachsenen ist ein Vorbereitungsweg vorgehsehen, der sie in die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens einführen soll (Katechumenat).
Bei Säuglingen findet ein Taufgespräch mit den Eltern statt, der Täufling wird durch die Erziehung und Bildung in Kindergarten und Erstkommunion- und Firmvorbereitung in den Glauben eingeführt (Katechese).




