Der "Abstrakte Altar"
Der abstrakte Altar ist ein sogenanntes „Springwerk“ das aus dem, oder besser gesagt aus allen Rahmen springt.
Kunst braucht Licht und Raum, um die Aussage, die der Künstler mit seinem Werk geschaffen hat, wirken zu lassen.
So auch die Altarplastik von Franz Schömbs.
Die aufwärtsstrebende Kraft, bezieht die links angeordnete Komposition von der unten fest verankerten Basis der Plastik.
Links aufsteigend, die äußere Form schon verlassend, aber in den Farben immer noch erdverhaftet, ergibt sich eine nach oben strebende Bewegung.
Diese ekliptische Bahn, die scheinbar im Zenit endet, spiegelt die Farben der Ozeane und des Himmels wieder.
Diese nach oben strebende Bewegung wird immer noch von der am Boden ruhenden Basis unterstützt.
Am Scheitelpunkt angelangt, entfaltet die Plastik ihre größte Dynamik,
die nun wie ein Stück Erz in die Atmosphäre aufglüht, gelb, rot, orange, sprühend zur Erde zurückstürzt, um von neuem aufzusteigen.
Vor fünfundzwanzig Jahren wurde der „Abstrakte Altar“ aufgestellt,
Pfr. Bernhard Herrmann sagte damals: „Der abstrakte Altar symbolisiert den Anspruch den wir in St. Konrad an Glaube und Theologie haben, zeitgemäß und experimentell müssen wir sein um Mut zu haben neue Wege zu gehen“!
Franz Schömbs wurde 1909 in Mannheim geboren. Nach dem Abitur beginnt er das Studium an der Meisterschule in Kaiserslautern in den Klassen Grafik und Schrift. Danach setzt er sein Studium in Karlsruhe fort. Es folgen Praktika bei Fotografen und einige Auslandsreisen.
Er beginnt in den dreißiger Jahren, abstrakt zu malen und beschäftigt sich mit der Farbe als dem eigentlichen Wesen der Bilder. Er untersucht Wirkung und Möglichkeit der reinen Farbe und richtet sein Augenmerk
auf deren Klangfähigkeit und Harmonie.
Filmen und malen gehören bei Franz Schömbs zusammen.
1937 entstehen die „Reihenbilder“, die den Betrachter im Vorübergehen einen zeitlichen Ablauf vermitteln sollen.
1957 zieht er nach München und nimmt in den Jahren
1964/65 an einer großen Bauhaus-Ausstellung in Stuttgart teil.
1976 Franz Schömbs stirbt in München.




